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Ökotipps für den Haushalt

Küche

In der heimischen Küche gibt es viele Möglichkeiten, Energie und damit auch bares Geld zu sparen!

Kochen: Induktionsherd

Wer einmal mit einem Induktionsherd gekocht hat, wird nie wieder mit einem normalen Herd kochen wollen: Kochen funktioniert beinahe so schnell wie mit einem Gasherd und Änderungen der Kochstärke wirken sich in Sekundenbruchteilen aus. Klingt gut? Der Induktionsherd hat auch einen günstigen Stromverbrauch. Im Vergleich mit normalen Glaskeramik-Herden ist sein Wirkungsgrad etwa um fünf Prozent höher. Gegenüber einem konventionellen Herd mit Kochplatten ist er sogar um etwa zehn Prozent effektiver.
Mitunter heißt es in der Werbung, daß die Energieeinsparung gegenüber einem herkömmlichen Herd bis zu 50 Prozent betrage. Solche Angaben beziehen sich nur auf die Phase des Ankochens. Gilt es z.B. nur einen Topf mit Wasser zum Kochen zu bringen, ist der Induktionsherd unschlagbar schnell und energieeffizient. Beim Fortkochen ist der Energiebedarf ähnlich wie bei anderen Herden, so daß sich insgesamt etwa die oben genannten Werte ergeben.

Kochen: immer mit Deckel

Mit einem Deckel auf dem Topf geht es nicht nur bedeutend schneller - Sie sparen auch jede Menge Energie. Ein Deckel auf dem Top kann den Energiebedarf um das drei bis vierfache senken. Achten Sie außerdem auch immer darauf, dass Sie eine passende Herdplatte verwenden.

Kochen: Restwärme beim Kochen nutzen

Das Essen ist fast fertig? Schalten Sie die Herdplatte einfach aus! Die Restwärme im Boden des Topfs und der Herdplatte reicht mühelos noch für viele Minuten aus (außer Sie verwenden einen Induktionsherd).

Kochen: Wasserkocher statt Herdplatte

Ein guter Wasserkocher bringt einen Liter Wasser problemlos in einer Minute zum Kochen - nur Gasherde und ansatzweise Induktionsherde können da mithalten. Ansonsten sind Wasserkocher die schnellste und stromsparendste Möglichkeit. Und nicht nur für Teewasser! Auch für Pasta, Eier und vieles mehr lohnt es sich, das Wasser im Wasserkocher vorzukochen und dann kochend in den Topf zu schütten!

Backofen: Nutzen Sie die Umluft-Funktion

Mit aktivierter Umluft-Funktion sinkt der Energiebedarf um etwa 25% und der Ofen wird deutlich schneller warm.

Backofen: Vermeiden Sie es die Tür zu öffnen

Und wenn es noch so lecker riecht: bei jedem Öffnen der Backofentür entweicht jede Menge Energie. Wenn also nicht unbedingt nötig, lassen Sie die Tür einfach zu.

Kühlschrank: regelmässig abtauen

Tauen Sie Ihren Kühlschrank und Ihr Gefrierfach auch regelmässig ab, eine Eisschicht im Kühlschrank erhöht den Energiebedarf deutlich!

Kühlschrank: Warme Speisen erst Abkühlen lassen bevor man sie in den Kühlschrank stellt

Ansonsten wird unnötig Wärme in den Kühlschrank gebracht und dieser benötigt mehr Energie um die zugeführte Wärme wieder abzukühlen.

Kühlschrank: Achten Sie auf den Standort

Der Kühlschrank sollte immer möglichst weit weg vom Backofen stehen, außerdem nicht neben einer Heizung und auf keinen Fall in der warmen Sonne. Je kühler der Standort, desto weniger Energie benötigt der Kühlschrank.

Kühlschrank: Gut gefüllt ist schon gespart!

Luft ist tatsächlich ein sehr schlechter Kälteträger. Wenn Ihr Kühlschrank ziemlich leer ist, benötigt das tendenziell mehr Energie, da er insbesondere beim Öffnen/Schließen schneller auskühlt. Es ist natürlich kontraproduktiv, nun jede Menge Lebensmittel zu kaufen, die man vielleicht gar nicht benötigt, aber wenn Sie Luft im Kühlschrank haben, legen Sie lieber ein paar gefüllte Wasserflaschen rein. Dann haben Sie im Fall des Falles nicht nur schön kühles Wasser, sondern überraschenderweise auch etwas für Ihre Energiebilanz getan.

Kühlschrank: Nicht alles muss rein!

Viele Südfrüchte wie Bananen oder Mangos aber auch viele heimische Früchte wie Äpfel, Birnen, Gurken und Tomaten brauchen keine Lagerung im Kühlschrank. Im Gegenteil: Sie verlieren dort schnell an Aroma und an Geschmack. Ein kühles schattiges Plätzchen in der Küche bietet sich hier eher zur Lagerung an.

Spülmaschine: überraschend energiesparend!

Abwachschen mit einer modernen Spülmaschine verbraucht tatsächlich deutlich weniger Energie als das Abwaschen von Hand. Achten Sie aber bereits beim Anschaffen der Spülmaschine darauf, ein möglichst Energie- und Wassersparendes Gerät zu kaufen. Auch wenn diese vielleicht etwas teurer sein mögen, durch die Energieeinsparung sind die Mehrkosten schnell amortisiert. Spülen Sie außerdem nur, wenn die Spülmaschine voll beladen ist. Wenn Sie Warmwasser über Solar- oder Geothermie gewinnen, ist es außerdem sinnvoll, die Spülmaschine direkt an den Warmwasseranschluß anzuschließen - dies spart nochmals viel Energie.

Küchengeräte: das gute alte Brotmesser

Muss es wirklich eine elektrische Brotmaschine sein, die Energie frisst und natürlich in der Herstellung auch viel Energie verschlingt? Das klassische Brotmesser tut es genauso gut!

Vermeiden Sie Alufolie

Alufolie ist leicht, praktisch, die Herstellung von Aluminimum verschlingt aber Unmengen von Energie. Wann immer möglich, verzichten Sie lieber auf Alufolie und verwenden Sie stattdessen z.B. wiederverschließbare Behälter oder Frischhaltefolie.
 

Wäsche waschen

Wäsche waschen - was kann man da schon falsch machen? Vieles.....

Wäsche waschen: mit niedrigeren Temperaturen waschen

Insbesondere bei nicht stark verschmutzter Wäsche reicht es völlig, mit niedrigeren Temperaturen zu waschen. Das schont außerdem das Gewebe!

Wäschetrocknen: Leine statt Trommel

Wäschetrocknen: Back to the roots! Leine statt Trockner- Ein Wäschetrockner im Keller ist praktisch und trocknet die Wäsche schnell und zuverlässig, aber er benötigt auch sehr viel Energie. Eine Wiederbelebung des Wäscheständers und der guten alten Wäscheleine kann helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren! Es muss ja nicht immer sein, aber, wenn Sonne und Wind optimal im Einklang sind und es nicht gerade eilt, kann eine Ladung Wäsche auf die Leine statt in die Trommel schon viel Energie sparen!
 

Bad & Toilette

Duschen statt Baden

9% des Energiebedarfs im Haushalt wird bei der Warmwasserbereitung verbraucht. Ein Vollbad benötigt etwa 2/3 mehr Energie, als wenn Sie 6 Minuten duschen.

Wie oft muss man ein Handtuch waschen?

Das hängt natürlich immer von den persönlichen Umständen ab. In der Regel ist es aber nicht nötig, ein Handtuch nach jeder Benutzung täglich zu waschen.

Verwenden Sie Durchlaufbegrenzer in der Dusche

Es gibt spezielle Duschköpfe, die die Menge des durchlaufenden Wassers stark reduzieren können. Reduziert sich der Durchfluss um 30% kann man so natürlich auch 30% Energie und damit auch 30% der Kosten einsparen - die kleine Investionen lohnt sich also sehr schnell!
 

Heizen

Lüften Sie nur kurz, dafür intensiv

Lüften Sie während der Heizperiode effektiv, indem Sie 3mal täglich lediglich für 5-10 Minuten alle Fenster und Türen weit öffnen. Stellen Sie während dieser Zeit die Heizung ab.

Raumtemperatur senken

Senken Sie die durchschnittliche Raumtemperatur um 1°C. Schon damit können Sie bis zu 6% Heizkosten sparen und dementsprechend Abgas-Emissionen vermeiden.

Nächtliche Wohlfühltemperatur

Reduzieren Sie die Temperatur während der Nachtstunden auf ca. 16°C. Selten benutzte Räume sollten auch tagsüber nur auf ein unbedingt notwendiges Minimum aufgeheizt werden.
Frau versteckt hinter einem Schild mit weiteren Informationen
mehr wissen   :::   Was steckt dahinter?
All diese Tipps helfen mit, dass ein Haushalt massiv Strom und Energie einsparen kann. Noch viel mehr lässt sich allerdings erreichen, wenn man ein Haus von Anfang an nachhaltig konzipiert, Niedrigenergie -oder gar Passivstandards berücksichtigt und schon frühzeitig in der Planung die Weichen für eine effiziente, ökomomische Zukunft stellt. Lesen Sie hier viele nützliche Tipps und Anregungen, was heute schon alles machbar ist. Für viele Konzepte gibt es übrigens auch spezielle Fördertöpfe von denen Sie profitieren können - nachlesen lohnt sich!
Hintergrundinformationen und Lesenswertes
Lebensraum Wald
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