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Ökotipps für den eigenen Garten

Ein eigener Garten bringt viel Spaß und Freude, erfreut Körper, Geist und Seele und kann nicht zuletzt auch als lokaler Lieferant für Gemüse, Kräuter und andere Leckereien dienen.
Was man selbst angebaut hat, da weiß man auch, was drin ist!

Allerdings sollte man einige Dinge beachten, wenn man dafür sorgen möchte, dass der Garten nicht nur dem eigenen Spaß dient, sondern nicht - oft sogar ungewollt oder unbedacht - die Umwelt schädigt.

Alternativen zu Schneckengift

Schneckenkorn tötet nicht nur Schnecken sondern auch andere Tiere und schlimmstenfalls sogar auch Haustiere wie Hunde und Katzen und kann auch Vergiftungserscheinungen bei Kindern erzeugen, die Schneckengift versehentlich schlucken. Und ehrlich: wer will schon Gift in seinem Garten streuen? Ja, Schnecken sind äußerst lästig und knabbern allzu gerne den Stolz des heimischen Gartens an, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Spezielle Schneckenzäune halten die glitschigen Biester von vorneherein zurück, eine ökologisch unbedenkliche Bierfalle lockt Schnecken weg von Salat und Co. Oder Sie setzen auf natürliche Widersacher und siedeln Igel oder chinesische Laufenten in ihrem Garten an. Beide verspeisen mit Wonne Schnecken.

Schnecken lieben es außerdem naß und feucht. Da Schnecken nachtaktiv sind, kann es sinnvoll sein, Blumen eher morgens zu gießen und um die Beete eine breite Schicht Sägemehl oder Kalk zu streuen .......

Kaffeesatz gegen Schnecken

Verwenden Sie keine Erde mit Torf

Gerne wird Torf im Garten eingesetzt. Leider ist vielen nicht bewusst, dass hierfür gigantische Moorflächen zerstört werden, die Jahrtausende gebraucht haben, um den Torf hervor zu bringen. Zusätzlich fatal ist, dass beim Abbau zusätzlich sehr viele Treibhausgase freigesetzt werden. Auch ist absehbar, dass der Torf in einigen Jahren aufgebraucht sein wird. Schon heute wird Torf oft mit langen Transportwegen nach Deutschland importiert. Es gibt viele gute Alternativen wie eigenen Kompost oder Mischungen mit Rindenhumus, Chinaschilf und anderen ökologisch unbedenklichen Stoffen, die sogar oftmals besser als Torf das Wachstum im eigenen Garten unterstützen....

Achten Sie auf die Herkunft Ihres Saatguts

Ist doch egal, hauptsache ich hab einen schönen Garten. Na gut, da brauchen wir nun nicht mehr weiter lesen. Aber haben Sie sich einmal Gedanken gemacht, dass hinter scheinbar harmlosen Saatgut fragwürdige Riesenkonzerne wie Monsanto und Co stecken? Unter Umständen gentechnisch veränderte Pflanzen? Saatgut, dem künstlich aus Profitgründen die Fähigkeit zur Selbstvermehrung genommen wurde? Es ist komplexer als man auf den ersten Blick denkt. Wer sich für mehr interessiert, dem sei der folgende Blog ans Herz gelegt.

Sie haben einen Kachel- oder Schwedenofen? Holzasche als hochwertiger Dünger

Achtung, um es vorweg zu nehmen: Holzasche aus dem eigenen Ofen sollten Sie nur als Dünger verwenden, wenn Sie wirklich auch nur unbedenkliche Dinge wie reines Holz, unbeschichtete Kartons etc. verheizen. Das sollten Sie sowieso generell tun, da ansonsten ungefilterte Schadstoffe en masse in die Luft geblasen werden. Generell müssen Sie auch darauf achten, den Garten nicht zu überdüngen - die richtige Mischung macht es. Und nicht jede Pflanze mag Holzasche als Dünger. Auch dies ist ein komplexes Thema, das hier nur angerissen werden soll. Für weitere Informationen verweisen wir hier mal weiter auf das Internet....

Eierschalen als Dünger

Laubhaufen als Rückzugsgebiete für den Winterschlaf

Wenn wir gerade bei den kleinen stacheligen Freunden - den Igeln - sind. Sie können auch helfen, es den Igeln im Garten bequem und heimelig zu machen.
Das perfekte Winterquartier für Igel können Sie aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub bauen, die Sie in einer ruhigen Ecke Ihres Gartens stapeln.
Nicht nur die Igel werden es Ihnen danken: Igel sind nützliche Helfer und vertilgen mit Freude große Mengen an Schnecken und anderen Schädlingen im Garten.

Nisthilfen für Wildbienen

Bienen sind wertvolle Helfer - sowohl im heimischen Garten als auch in der Landwirtschaft. Sie helfen die Artenvielfalt zu erhalten und so klein sie sein mögen: nach Schweinen und Rindern sind Sie weltweit das drittwichtigste Nutztier. Als Bestäuber von Obstbäumen, Beerensträuchern und vielen mehr spielen sie auch eine wichtige Rolle im heimischen Garten. Sie können helfen, dass sich Wildbienen auch bei Ihnen heimisch fühlen - eine kleine Nisthilfe in einer Ecke des Gartens wirkt oft schon Wunder....

Gießen Sie in den Abendstunden oder nachts

So kann das Wasser besser in den Boden gelangen, ohne zu verdunsten - der Wasserverbrauch wird so minimiert.

Verwenden Sie Regenwasser zum Gießen

Wenn Sie Regenwasser auffangen, entlasten Sie hiermit auch automatisch den Wasserhaushalt. Versiegelte Flächen werden so wenigstens ein kleines bisschen ausgeglichen. Und es schont natürlich auch den Geldbeutel, wenn Sie kein wertvolles Trinkwasser für den Garten verschwenden, sondern das Wasser frisch vom Dach. Auf dem Markt finden sich viele ausgefeilte Zisternen-Lösungen in allen Größen, so dass für jeden etwas dabei ist.

Mähen Sie Ihr Gras eher nicht zu kurz

Längere Grashalme von etwa 3-5cm haben tiefere Wurzeln und halten die Feuchtigkeit besser im Boden als kurzes Gras. Dies verbessert das Mikroklima und den Wasserhaushalt in Ihrem Garten.

Fruchtfolge in den Beeten

Das ist ein komplexes Thema, das hier tatsächlich nicht weiter vertieft wird. Aber einfach als Tipp zum Weiterrecherchieren: wie in der Landwirtschaft lässt sich durch geeignete Fruchtfolgen in den Beeten Dünger sparen und der Ertrag maximieren.

Natürliche Schädlingsbekämpfung durch gemischtes Anpflanzen

Ein ähnlich spannendes Thema ist es, durch gezielt gemischtes Anpflanzen Schädlinge auf natürliche Weise auf Abstand zu halten.

Gartenmöbel aus heimischen Hölzern

Achten Sie beim Kauf von Gartenmöbeln darauf, dass diese möglichst aus heimischen Hölzern hergestellt wurden (z.B. Buche, Eiche, Esche, Robinie). Bei exotischeren Tropen-Holzarten sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Holz aus zertifizierter Nutzung (z.B. mit dem FSC-Siegel zertifiziert) stammt.

Kein eigener Garten aber Lust zu gärtnern?

Oftmals lässt sich ein Gartenstück tatsächlich mieten oder mit nutzen....

Ziehen Sie Zimmerpflanzen selbst nach

Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorativ, sie tragen auch deutlich zu einer Verbesserung des Raumklimas und damit der Lebensqualität bei....
Aber Vorsicht beim Kauf! Billigangebote bei Zimmerpflanzen stammen oft aus ökologisch und sozial bedenklichen Anbaumethoden! Eine schöne Pflanze hat auch einen Preis. Wer die Pflanzen selbst nachzieht, hat diese Sorgen natürlich nicht. Anbei ein paar Tipps, wie Sie manche Pflanzen problemlos selbst züchten können...

Achten Sie auf die Herkunft von Schnittblumen

Auch wenn dies natürlich nur bedingt mit Ihrem Garten zu tun hat, sei Ihnen dieser Tipp an dieser Stelle ans Herz gelegt: Deutschland hat in Europa mit den höchsten Verbrauch an Schnittblumen. Die meisten Blumen kommen aus südlichen Regionen, die klimatisch das Wachstum der Blumen begünstigen, sehr viele aus afrikanischen Ländern. Oftmals ist dort die Produktion allerdings mit fragwürdigen sozialen und ökologischen Bedingungen verbunden.

Achten Sie daher unbedingt darauf, dass Ihre Blumen mit einem fairtrade Siegel ausgezeichnet sind und idealerweise aus biologischen Anbau stammen!
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