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Hintergrund: Umweltbelastung durch Computersysteme

Während klassische Energieverbraucher und Umweltverschmutzer wie der Autoverkehr, Stahl- Aluminium und Chemiewerke immer mehr ins Auge der Öffentlichkeit geraten, wird oft vernachlässigt, dass der Betrieb des weltweiten Internets ebenfalls mittlerweile zu einem bedeutenden Energieverbrauchsfaktor angewachsen ist.

Stromverbrauch beim Internetnutzer und zur Unterhaltung der Internet-Infrastruktur

Im Jahr 2003 wurden in Deutschland etwa 6,8 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Strom für den Betrieb des Internets benötigt, für das Jahr 2010 gehen Schätzungen von einem Energiebedarf des Internets von 31,3 Milliarden Kilowattstunden nur in Deutschland aus. Berücksichtigt wurden sowohl die Endgeräte von Privathaushalt und Gewerbe sowie der Energieaufwand zur Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur des Internets an Serverstandorten. Nicht in diese Rechnung eingegangen ist der Energiebedarf von Serverstandorten im Ausland. Am Stromverbrauch eines Privathaushaltes ist die Nutzung des Internets mittlerweile oft zu einem nicht unerheblichen Teil beteiligt - der Strombedarf in den Privathaushalten ist durch die intensive Nutzung des Internets in den letzten Jahren erheblich angestiegen und wird seriösen Schätzungen zu Folge auch in den nächsten Jahren weiter steigen.

Für das Jahr 2005 wird weltweit von einem Energieverbrauch von 123 Milliarden Kilowattstunden nur für den Betrieb der Infrastruktur für das Internet ausgegangen. Unberücksichtigt bleiben nach dieser Studie die Geräte der Endverbraucher. Aufgrund der stetigen Vergrößerung des Netzes auch in den Entwicklungsländern ist mit einem weiteren Anstieg des Verbrauches zu rechnen, derzeit werden etwa 0,8% der weltweiten Stromerzeugung für den Betrieb des Internets benötigt.

Ressourcenverbrauch: Herstellung von Computern, Netzwerkgeräten etc.

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"Grüne Rechenzentren"

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Energiebedarf der "Cloud"

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Wieviel Energie benötigt ein Tweet bei Twitter?

140 Zeichen - soviel Zeichen hat eine Nachricht auf dem populären Twitterdienst höchstens. Aber wieviel Energie wird hierfür benötigt und wieviel CO2 dadurch verursacht? Schon mal drüber nachgedacht?
Schauen wir einmal an, was benötigt wird. Allerdings ist nur eine eingeschränkte Schätzung möglich, was wohl als Minimum anzusetzen ist.
Dauer zum Schreiben des Tweets
10 Sekunden
Dauer zum Lesen des Tweets (geschätzt)
3 Sekunden
Anzahl der Empfänger (Beispiel)
5.000
Daraus resultierene Computerbetriebszeit
15.010 Sekunden = 250,17 Minuten = 4,17 Stunden
Leistungsaufnahme jedes einzelnen Computers der Follower (geschätzt)
150W = 0,15kW
Ergibt folgenden Energiebedarf
4,17 Stunden x 0,15kW = 0,6255 kWh
CO2 Ausstoß pro Kilowattstunde in Deutschland in 2010 [1]
544g CO2 / kWh
Ergibt einen CO2-Ausstoß von
340,27g
Das ist natürlich stark vereinfacht. Das Internet und die damit verbundene Infrastruktur benötigt natürlich ebenfalls sehr viel Strom, ebenfalls die Server und Infrastruktur des Twitter-Dienstes selbst. Ebenso benötigen z.B. Smartphones oder Notebooks, auf denen einen Tweet gelesen wird, deutlich weniger Energie. Trotzdem ist es erschreckend, was ein einzelner Tweet bereits verursachen dürfte. Wenn man zum Vergleich nimmt, dass ein SmartForTwo gerade einmal 86g CO2 auf 100km Fahrt verursacht, wird die Bedeutung dieser Zahl klar.

Wieviel Strom verbraucht ein über das Internet übertrageness Megabyte an Daten?

Es wäre eine spannende Frage, wieviel Strom ein über das Internet übertragenes Megabyte an Daten verbraucht. Die Frage ist auch in sofern spannend, da sich durch geschickte Programmierung die Datenmenge oft relativ schnell und einfach deutlich senken lässt.

Jedes Megabyte muss vereinfacht gesagt auf dem Server ersteinmal von der Festplatte (oder Hauptspeicher oder sonstigem Zwischenspeicher) gelesen werden, dann wird diese Datenmenge in der Regel von einem oder mehreren Programmen auf dem Internet-Server "irgendwie" bearbeitet und abschließend über das Netzwerk des Internets zum Empfänger geschickt. Auch auf dem Weg zum Empfänger passiert unser Megabyte an Daten viele Zwischenstationen und wird überall empfangen und weitergeschickt. All diese Stationen benötigen Strom zur Bearbeitung dieser Datenmenge.

Reduziert man pro Website lediglich z.B. ein Kilobyte, summiert sich das bei den Milliarden Abrufen von Internetseiten täglich sehr schnell zu einer beachtlichen Menge eingesparten Datentransfers.
Den Gedanken, hier auch anzufangen zu sparen (mal davon abgesehen, dass auch die Ladezeiten natürlich dadurch etwas verbessert würden), finde ich persönlich nicht uninteressant.
Man mag einwenden, dies seien nur die sprichwörtlichen Peanuts, aber die gigantische Masse könnte einiges in der Summe an Einsparung ergeben.....

Wieviel Energie 1 Megabyte im Internet wirklich benötigt, weiß ich noch nicht und wahrscheinlich ist es schwierig, dies genau zu ermitteln - aber ziemlich sicher scheint mir, dass eingesparte Datenmengen bei der Übertragung den Stromverbrauch auf jeden Fall reduzieren!

Links

 

Quellen

Lebensraum Wald
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