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Ökotipps rund um Mode und Kleidung

Ein T-Shirt für 1 Euro, ein Top für 2,50 Euro, eine Jeans für 10 Euro - wunderbare Warenwelt. Ist es nicht wunderbar, dass wir alles so billig einkaufen können? Die Sache hat aber einen sehr hohen Preis und mehr als einen Haken: wir leben nicht zum ersten Mal wieder auf Kosten von anderen Menschen in fernen Ländern, weit weit weg. Leider so weit weg, dass es leider viel zu selten ins Bewusstsein gelangt......

Kaufen Sie in Shops mit fair gehandelter und biologisch erzeugter Kleigung

Zum Glück gibt es immer mehr Unternehmen, die verstärkt ein Augenmerk darauf legen, wo die von ihnen verkauften Kleidungsstücke eigentlich herkommen und wie sie produziert wurden. Hier sind ein paar Beispiele. Seien Sie aber auch hier aufmerksam: leider gibt es eine Flut von Siegeln und Zertifizierungen und nicht jedes Kleidungsstück ist immer ausgezeichnet! Anbei ein paar unverbindliche Anregungen für nachhaltigen Kleidungskauf:

Kaufen Sie (auch) Second Hand Kleider

Kleidung aus Biostoffen und fairer Herkunft kaufen

Trauen Sie nicht jedem Umweltlabel

Jetzt wird es wieder schwierig: leider gibt es sehr viele verschiedene verschiedene Auszeichnungen für umweltfreundliche und/oder fair gehandelte Kleidung auf dem Markt. Und nicht jedes hält, was es verspricht. Hier hilft nur: recherchieren (das Internet hilft in der Regel sehr schnell).
Auch überraschend: auch in Shops, die sich unzweideutig Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben haben, findet man oftmals auch Kleidung ohne jeglichen Nachweis für umweltfreundliche und/oder faire Erzeugung. Es mag natürlich sein, dass die Hersteller trotzdem fair produzieren und die Shops das nötige interne Wissen haben, aber transparent ist dies sicher nicht. Im Zweifelsfall lieber zweimal hinschauen und dann eine Kaufentscheidung treffen oder auch wieder verwerfen!

Achten Sie auf die verwendeten Färbe- und Bleichmittel

Mit niedrigeren Temperaturen waschen

Wenn Kleidungsstücke nicht stark verschmutzt sind, ist es oft völlig ausreichend mit niedrigen Temperaturen zu waschen. Viele neue Waschmaschinen bieten zudem auch spezielle Öko-Waschgänge an, die man ebenfalls nutzen kann. Waschen mit niedrigeren Temperaturen verlängert in der Regel nicht nur die Haltbarkeit der Kleidungsstücke, sondern spart auch viel Energie ein.

Nur volle Wäscheladungen waschen

Was zu Großmutterns Zeiten noch selbstverständlich war, wird heutzutage leider viel zu leichtfertig ignoriert: die Waschmaschine sollte nur genutzt werden, wenn sie wirklich voll ist und nicht um mal schnell das Lieblings-T-Shirt auf Vordermann zu bringen.

Das richtige Waschmittel wählen

Wie oft muss man waschen?

Je weniger desto besser. Natürlich hält sich ein Kleidungsstück auch länger, je weniger es gewaschen wird. Und Energie und Wasser wird natürlich ebenfalls eingespart, wenn die Waschmaschine nicht so oft bemüht wird. Wie oft man etwas waschen muss, hängt natürlich sehr von den persönlichen Umständen ab - das soll kein Aufruf zu mangelnder Hygiene sein, aber ein einfaches Beispiel: ein Pullover, der einen Tag "normal" getragen wurde, der kein Saucen-Desaster beim Mittagessen erlebt hat, der nicht beim Rennen zum Bus durchgeschwitzt wurde, muss sicher nicht zwingend sofort wieder in die Waschmaschine.

Wäscheleine statt Wäschetrockner

Die umweltfreundlichste Art, Wäsche zu trocknen ist die gute Sonne oder ein gut gelüfteter Trockenraum im Keller. Sollte ein Wäschetrockner aber doch unabdingbar sein, achten Sie schon beim Kauf unbedingt auf den Energieverbrauch des Geräts: es gibt gigantische Unterschiede.

Tauschen statt Kaufen

Alte Kleider sinnvoll weitergeben

Jetzt wird es wieder unerwartet schwierig: alte Pullover? alte Kleider? Noch in Ordnung aber einfach aus verschiedensten Gründen aussortiert! Natürlich nicht in den Müll geworfen sondern brav zu einer Altkleider-Sammelstelle gebracht, damit die armen Menschen in der Dritten Welt davon profitieren können. Sehr gut. Oder etwa nicht?
So einfach ist es leider nicht. Leider hat sich gezeigt, dass der gut gemeinte Gedanke, alten Kleidungsstücken auf diese Art und Weise neues Leben einzuhauchen, kontraproduktiv ist. All zu oft zerstört er aufkommende lokale Märke z.B. in Afrika, weil die kostenlosen oder sehr billigen Produkte aus Europa einfach günstiger sind.
Leider gibt es sogar schwarze Schafe, die regelrecht ein Geschäft damit machen, in Deutschland kostenlos Altkleider oder alte Schuhe einzusammeln und dann gezielt in Afrika zu verkaufen, um damit Geld zu verdienen.

Viele seriöse Hilfsorganisationen sind daher dazu übergegangen, gesammelte Kleidungsstücke Bedürftigen direkt in Deutschland (ja auch hier gibt es leider viel zu viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind) oder dem nahen europäischen Ausland zukommen zu lassen oder z.B. in Deutschland in Second-Hand-Läden zu verkaufen.
Achten Sie also darauf, in welche Sammelstellen oder Containern Sie alte Kleider abgeben. Recherchieren Sie im Zweifelsfall vorher im Internet, wer hinter welcher scheinbar wohltätigen Organisation in Wirklichkeit steckt und was mit ihren Kleidern wirklich passiert.
Frau versteckt hinter einem Schild mit weiteren Informationen
mehr wissen   :::   Was steckt dahinter?
Was bei uns für wenige Euro in den Läden liegt, wird leider allzuoft auf Kosten der Ärmsten dieser Welt produziert. Unmenschliche Arbeitsbedingungen und fast schon sklavenähnliche Zustände sind leider viel zu oft Alltag, damit in unserem Läden billigste Produkte angeboten werden können.
Hintergrundinformationen und Lesenswertes
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